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„Innere Schulentwicklung gehört zu den zentralen Anliegen bayerischer Bildungspolitik“, betonte Kultusministerin Monika Hohlmeier anlässlich des fünften Regionalkongresses in Ingolstadt. Prägten vor Jahren strukturelle Fragen die Bildungsdiskussion, hat sich der Schwerpunkt auf die inhaltliche Gestaltung von Schule und die Verbesserung von Unterrichtsqualität verlagert. Wie muss die Schule von heute sein, damit die Schülerinnen und Schüler in der Welt von morgen ihren Weg finden? „Wir führen eine neue Qualitätsdiskussion, die hohe Ansprüche an unsere Schulen stellt“, so Hohlmeier. Die Schulen benötigten daher starke Partner, die sie unterstützen. Hier sei auch die Schulaufsicht gefordert: „Ihre Aufgabe ist die Begleitung und Motivation von Schulen. Aufsicht soll dort, wo es notwendig ist, tätig werden“, sagte die Ministerin.
Die Regionalkongresse seien ein eindeutiger Beweis dafür, dass bereits viele Schulen ihren Unterricht und ihr gesamtes Schulleben mit Mut zu Neuem gestalten. Ingolstadt ist nach Würzburg, Nürnberg, Rosenheim und Weiden der fünfte Regionalkongress. Weitere Kongresse werden in Passau am 23.2.2002, am 14.3.2002 in Hof und im April 2002 in Dillingen folgen. Insgesamt werden sich 22.000 Lehrerinnen und Lehrer auf den Kongressen informieren und über 1.600 Schulen aus allen Schularten präsentieren. „All dies geschieht nicht auf Dienstanweisung von oben. Der bayerische Weg der Inneren Schulentwicklung setzt auf Freiwilligkeit und Innovationskraft“, betonte Hohlmeier. Qualitätsprozesse könnten nur vor Ort beginnen und die Handlungsmaßnahmen nur vor Ort festgelegt werden. Das Kultusministerium lasse den Schulen diese Freiheit zur Selbstverantwortung und sehe sich in der Verpflichtung diesen Prozess zu begleiten, um Konsequenzen in Verordnungen, Richtlinien und Gesetze umsetzen zu können.
Die Ministerin stellte klar, dass Innere Schulentwicklung nicht mit einer „Spaß-Schule“ gleichzusetzen sei, wie manche Kritiker diese gern abqualifizierten. Vielmehr fordere sie von allen am Schulleben Beteiligten großen Einsatz und erhebliche Leistungsbereitschaft. Beispiel: Evaluation. Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler analysieren, wo die Schwächen, aber auch die Stärken der Schule liegen und erarbeiten gemeinsam einen konkreten Aufgabenkatalog, den sie sukzessiv erfüllen.
Das Kultusministerium fordere nicht nur, sondern fördere die Schulen. So gab es in diesem Schuljahr erstmals Anrechnungsstunden für innovative Schulen. „Wir stellen außerdem eine Million Mark pro Haushaltsjahr für die Förderung innovativer schulinterner Fortbildung in der Form von Projektmitteln zur Verfügung“, so die Ministerin. Außerdem gebe Bayern allein für die Lehrerfortbildung im Jahr 24 Millionen Mark aus. Bei den Ministerialbeauftragten und den Regierungen wurden Koordinationsstellen für Schulentwicklung eingerichtet, um Schulen vor Ort noch besser unterstützen zu können. Im Januar des kommenden Jahres werde die Stiftung Bildungspakt Bayern die ersten Preisträger des Schulinnovationswettbewerbes i.s.i. bekannt geben.
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