Mit neuem Schwung in die Schule

Regionalkongress Ingolstadt zur Schulinnovation kurz vor dem Start

Schüler stärker an der Schule beteiligen und damit höhere Motivation und Qualität der Lernleistungen zu erreichen, das ist eines der ehrgeizigen Ziele der in Bayern laufenden Schulinnovation. Regionalkongresse sollen zeigen und zur Diskussion stellen, wie Schulen vor Ort in verstärkter Eigenverantwortung der Qualität dienende innovative Wege gehen. Am 28. November um 8 Uhr 30 startet mit Bigband-Klängen der oberbayerische Bildungskongress im Ingolstädter Stadttheater. Auch für die interessierte Öffentlichkeit, z.B. für Ausbilder der Wirtschaft und für Schülereltern, ist diese Lehrerfortbildung kostenlos zugänglich. Es werden im Verlauf des Tages über 2000 Teilnehmer erwartet. Über Einzelheiten informiert die Homepage www.rekoin.de

"Der bevorstehende Kongress ist auch selbst ein Teil der innovativen Schulentwicklung in unserer Region " betont der diesen Kongress des Kultusministeriums organisierende staatliche Schulberater Werner Honal aus München. Schüler werden folgerichtig auch aktiv am Ingolstädter Kongress mitwirken. So übernehmen zwei Grundschüler und drei Gymnasiasten, die seit 1999 am Willibald - Gymnasium in Eichstätt ein Schulradio betreiben, die Moderation der Auftaktveranstaltung in eigener Regie. Grundschüler aus der Schule an der Türkenstraße in München zeigen in der Wirtschaftsschule am Brückenkopf ihre Lernwerkstatt. Zu ihr gehören Teamteaching, Lehrer als Lernkoordinatoren und der PC im Klassenzimmer. Neue technische Anwendungen wie die Brennstoffzelle , so zeigt die Münchner Fachoberschule, sind besonders zum selbständigen Lernen geeignet. Den Alltag eines seit Jahren laufenden virtuellen Berufsschulunterrichts mit selbstverantwortlicher Arbeit im Netz, zeigt die Leo-von-Klenze-Schule, in deren Räumen die meisten der 182 Posterausstellungen, Messestände, Workshops und Diskussionsveranstaltungen untergebracht sind.

Schwerpunkte des Ingolstädter Kongresses liegen bei Beratung, Sozialem Lernen und neuen Unterrichtsformen, zu denen die Schulen verstärkt auch mit neuen Partnern kooperieren. Ein besonderes Beispiel dafür ist das von Lehrern, Schülern, Studenten und Professoren gemeinsam gestaltete Forschungs- und Unterrichtsprojekt "Verlorene Heimat - gewonnene Heimat" zur Geschichte. Es wird im Stadttheater eindrucksvoll präsentiert. In der Berufsschule an der Adolf-Kolpingstraße zeigen Berufsschullehrer und Ausbilder der AUDI AG wie der neue Ausbildungsberuf des Mechatronikers eine Chance ist, durch Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieb die Ausbildung zu verbessern.

Ausstellungen von Verlagen, Stiftungen und anderen Partnern der Schulen finden sich ebenso wie das E-Mobil im Freigelände und Entspannungszonen. Zur großen Palette der dreizehn Themen der inneren Schulentwicklung gehören auch kulturellen Glanzlichter, wie die Tanzformation des Christoph-Scheiner-Gymnasiums, der Anti-Gewalt-Rap der Hauptschule an der Stollstraße oder die Kopf-Galerie zum KZ Flossenbürg. Solche neue Ansätze im musischen und kulturellen Bereich sind Teil der inneren Schulentwicklung, die, nach der Überzeugung der Organisatoren, für unsere Kinder dringend nötig sei und nachhaltig gefördert werden müsse. Sie sei weder Mode noch Blech, auch wenn am Kongress viele Blechblasinstrumente zu hören sein werden. Sie sind auch im Einsatz bei der eigens für den "Rekoin", wie der Kongress mehrdeutig abgekürzt wurde, komponierte Kongressfanfare. Mit ihr wird das Publikum um 8 Uhr 50 zur Eröffnung durch Kultusministerin Hohlmeier und Oberbürgermeister Peter Schnell in den Festsaal des Stadttheaters geschickt. Der Weg dorthin führt an den besten Plakaten des begleitenden Wettbewerbs vorbei.

Daniela Bauer aus einer kirchlichen Mädchenrealschule wählte für ihren prämierten sechsfarbigen Linoldruck, der zum Kongressplakat wurde, das Motto "Mit neuem Schwung in die Schule". Wie Innovationen den richtigen Schwung bringen wird auch der Zukunftsforscher Dr. Walter Kroy von der Hochschule St. Gallen in seinem Fachvortrag "Umgang mit Veränderungen - Innovation - warum und wohin?" untersuchen. Er wird damit ab 15 Uhr 15 die Schlussveranstaltung beginnen, in deren Höhepunkt Kultusministerin Monika Hohlmeier zu den Zielen und Bedingungen für innere Schulentwicklung Stellung beziehen wird.

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Verantwortlich : Werner H. Honal, Studiendirektor

Organisation Regionalkongress Ingolstadt http://www.rekoin.de

Büro: Staatlicher Schulberater Obb.West

Beetzstr. 4, 81679 München

Tel. 089/9829 5520; Fax 9829 5533

http://www.schulberatung.bayern.de

e-Mail: honal.sbwest@gmx.de